Imageverbesserung durch Sportgroßereignisse?

Pressemitteilung vom 8. Juni 2017

Imageverbesserung durch Sportgroßereignisse?

Brasilien, 2014: Weltweit erregt die Fußballweltmeisterschaft große mediale Aufmerksamkeit und in Deutschland erreichen die Einschaltquoten der Übertragung neue Rekorde. Im Fokus steht neben den Sportlern bei derartigen Ereignissen jedoch auch das Gastgeberland, das sich durch die Ausrichtung ein positives Image verspricht. Welchen Einfluss hat die Medienberichterstattung während eines Sportgroßereignisses auf die Wahrnehmung des Gastgeberlandes? Und wie zeigt sich dies am Beispiel Brasilien?

Diesen Fragen geht Christiana Schallhorn in der Neuerscheinung Kultivierung durch Sportgroßereignisse. Zum Einfluss der Medienberichterstattung über die Fußballweltmeisterschaft 2014 auf die Wahrnehmung des Gastgeberlandes Brasilien nach. Die Grundlage der Arbeit bildet die Kultivierungshypothese, laut der Medien generell, aber insbesondere das Fernsehen, einen großen Einfluss auf unsere Wahrnehmung der Welt ausüben. Nach einer allgemeinen Betrachtung der Berichterstattung bei Sportgroßereignissen, etwa mit Blick auf Geschlecht und Ethnie der Athleten, wird die Fußballweltmeisterschaft 2014 in Brasilien genauer untersucht. Hierbei findet zunächst eine Analyse der Berichterstattung statt, bei der insbesondere die angesprochenen Themen und deren Darstellung betrachtet werden. Die vor und nach der WM durchgeführten Umfragen unter Rezipienten ermöglichen einen konkreten Vergleich darüber, wie sich die Wahrnehmung Brasiliens durch die Austragung der WM verändert. Die abschließende Kombination beider Analysen untersucht, inwiefern sich die Tendenzen der Berichterstattung in der Wahrnehmung von Brasilien widerspiegeln.

Die Arbeit erscheint als 14. Band in der Reihe Sportkommunikation. Er richtet sich sowohl an Wissenschaftler der Kommunikations-, Medien- und Sportwissenschaften als auch an Praktiker wie Journalisten, Korrespondenten und Kommentatoren. Nicht zuletzt sind die gewonnenen Erkenntnisse ebenfalls für Gastgeberländer von Sportgroßereignissen relevant.

AUTOREN / HERAUSGEBER

Christiana Schallhorn

Christiana Schallhorn, Dr. phil., Jg. 1983, studierte Medien und Kommunikation an der Universität Augsburg und der Universität Sevilla (Spanien). Von 2011 bis 2012 arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Medien und Bildungstechnologie an der Universität Augsburg. Seit 2012 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut Mensch-Computer-Medien im Bereich Medien- und Wirtschaftskommunikation der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. 2016 promovierte sie zum Thema Kultivierung durch Sportgroßereignisse. Ihre Schwerpunkte in der Forschung und Lehre sind die Rezeptions- und Wirkungsforschung sowie Medieninhaltsforschung, insbesondere im Anwendungsbereich ...