Feste, Events, Partys und ihre Darstellung aus mediengeschichtlicher Perspektive

Pressemitteilung vom 17.5.2017

Feste, Events, Partys und ihre Darstellung aus mediengeschichtlicher Perspektive

Höfische Festszenen im Barocktheater, Karnevalsdarstellungen im Film, Live-Übertragungen von Gottesdiensten im Fernsehen, Konzerte im Video-Blog und Facebook-Partys – zwischen festlichen Formaten und Medien gab es schon immer ein enges Wechselspiel. Der interdisziplinäre Sammelband Medien im Fest – Feste im Medium beschäftigt sich mit der medialen Darstellung von Festen und deren Rezeptionsgeschichte.

Damals wie heute ist unter einem Fest eine gesellschaftliche Veranstaltung zu verstehen. Die Außeralltäglichkeit, die ein Fest in der Vergangenheit unter anderem auszeichnete, schwindet heutzutage jedoch zusehends. Feste haben sich aus kulturhistorischer Perspektive so verändert, dass sich eine Pluralität an Festvarianten herausgebildet hat. Wenn sich aber die einst deutlichen Grenzen zwischen Fest und Alltag zunehmend auflösen, was waren und sind dann zentrale Elemente eines Fests?

Die Reflexion über den historischen Wandel der Festkultur erweist sich gleichzeitig auch als eine über die Geschichte der Medien. Gemälde, Bücher, Fotografien, Filme, Radiobeiträge, Fernsehmitschnitte und die sozialen Medien gaben und geben seit jeher Auskunft über die festlichen Rituale in einer Gesellschaft. Die Autoren der verschiedenen Beiträge verdeutlichen anhand von Beispielen zum einen die Rolle von Medien in den jeweiligen Wahrnehmungsanordnungen unmittelbar während des Festgeschehens. Zum anderen reflektieren sie über die mediale Prägung der späteren Rezeption der Feste.

Die Festforschung rückte in den vergangenen Jahren auf internationaler Ebene verstärkt in den Fokus der Geistes- und Sozialwissenschaften. Der Sammelband Medien im Fest – Feste im Medium, herausgegeben von Sandra Rühr und Eva Wattolik, entstammt einem mehrjährigen Forschungskontext des Interdisziplinären Medienwissenschaftlichen Zentrums (IMZ) der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Mit Beiträgen aus den Bereichen Alte Geschichte, Christliche Publizistik, Germanistik, Kunstgeschichte, Theaterwissenschaft und Medienwissenschaft eröffnet er interdisziplinär und multiperspektivisch Anschlussmöglichkeiten für weitere Forschungen.

AUTOREN / HERAUSGEBER

Sandra Rühr

Sandra Rühr, Dr., ist seit 2015 Kooperationspartnerin des DFG-Graduiertenkollegs Literatur und Literaturvermittlung im Zeitalter der Digitalisierung der Georg-August-Universität Göttingen und seit 2014 Projektpartnerin des Projekts Bedeutungen literarischer Texte aushandeln der Alpen-Adria Universität Klagenfurt. Seit 2011 ist sie Akademische Rätin am Institut für Buchwissenschaft der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Davor war sie dort seit 2007 wissenschaftliche Mitarbeiterin. 2007 Promotion an der FAU Erlangen-Nürnberg im Fach Buchwissenschaft. 2006 bis 2007 Lehrbeauftragte am Institut für Buchwissenschaft der FAU Erlangen-Nürnberg und am Fachbereich Buch und Museum ...


Eva Wattolik

Eva Wattolik, PD Dr., 2016 Gastdozentur an der University of California, Riverside (USA) – 2014/2015 Vertretungsprofessur am Institut für Kunstgeschichte der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. 2014 Habilitation im Fachgebiet Kunstgeschichte an der FAU Erlangen-Nürnberg und Habilitationspreis der FAU Erlangen-Nürnberg. Seit 2010 wissenschaftliche Assistentin am dortigen Institut für Kunstgeschichte. 2009/2010 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Kunstgeschichte an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. 2005 Promotion an der Ludwig-Maximilians-Universität München im Fach Mittlere und Neuere Kunstgeschichte. Studium der Mittleren und Neueren Kunstgeschichte, Psychologie, Klassischen Archäologie und ...