Stephan A. Weichert

Die Krise als Medienereignis

Über den 11. September im deutschen Fernsehen

In keiner anderen Krisensituation hat das Fernsehen eine derart exponierte Schlüsselrolle gespielt wie bei den Live-Übertragungen der tragischen Terroranschläge auf New York und Washington. Indem ein solches Krisenereignis vom ersten Moment an öffentlich bewertet und durch mediale Formgebungen „gebändigt“ wird, übernimmt das Fernsehen eine ungeahnte Orientierungsfunktion. Wie aber konstruiert es den Übergang von der Live-Katastrophe zum Medienereignis?

Das Buch wirft einen genaueren, auch für Medienpraktiker interessanten Blick auf das Doppelgesicht des Krisenfernsehens, das einerseits dem offensichtlichen Kalkül einer terroristischen Kommunikationsstrategie folgt, wenn es Attentätern ein mediales Forum bietet und öffentlich Panik verbreitet. Andererseits bietet das Fernsehen Halt und Hilfe, indem es die Zuschauer auf gemeinsame Themen und rituelle Handlungen verpflichtet.

AUTOREN / HERAUSGEBER

Stephan Weichert

Stephan Weichert, Dr. phil., ist seit 2008 Professor für Journalismus und Kommunikationswissenschaft an der Macromedia Hochschule, University of Applied Sciences in Hamburg und seit 2013 wissenschaftlicher Leiter des Masterstudiengangs "Digital Journalism" sowie Programmdirektor der Executive Education Journalism an der Hamburg Media School (HMS). Weichert studierte Soziologie, Psychologie, Journalistik und Kommunikationswissenschaft (Magister) an den Universitäten Hamburg und Trier. Nach dem Studium journalistische Tätigkeit für Tageszeitungen, Radio und Fachpresse (u. a. Tagesspiegel, Süddeutsche Zeitung, Neue Zürcher Zeitung, Der Freitag, Medium Magazin, SWR). ...


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Die Krise als Medienereignis
  • 2006
  • 474 S., 6 Abb., 12 Tab., dt.
  • Broschur, 213 x 142
  • ISBN 978-3-938258-21-7

  • 32,00 EUR
  • Titel vergriffen

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