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19.12.2013

Noch eine Frage bitte, Herr Tolsdorff

Tim Tolsdorff über sein Buch "Von der Stern-Schnuppe zum Fix-Stern"

Noch eine Frage bitte, Herr Tolsdorff

Von Herbert von Halem | 1. Hat Henri Nannen den Stern erfunden? Nein. Die Darstellung, dass es sich bei der Gründung des Blattes im Sommer 1948 um einen journalistischen Geniestreich Nannens handelte, ist ein Mythos, der auf den Erzählungen einiger weniger Stern-Veteranen beruht. Treffender kann man Henri Nannen als einen der Wiederbegründer der Marke Stern bezeichnen. Bereits in den Jahren 1938 und 1939 hatte es im Deutschen Reich eine Illustrierte gleichen Namens gegeben, für deren Konzeption der Journalist Kurt Zentner und der Verlagsmanager Carl Jödicke verantwortlich zeichneten. Auf Anraten und mit Hilfe Jödickes, der ab 1947 als Geschäftsführer im selben Hannoveraner Zeitungsverlag arbeitete und einige...

18.12.2013

Noch eine Frage bitte, Herr Krüger

Uwe Krüger über sein Buch »Meinungsmacht«

Noch eine Frage bitte, Herr Krüger

Von Herbert von Halem | 1. In Ihrem Buch beschreiben Sie den Einfluss der deutschen Politik- und Wirtschaftseliten auf Alpha-Journalisten. Wie haben Sie diesen Einfluss untersuchen und darstellen können? Ich habe einerseits Daten gesammelt, welche Top-Journalisten zusammen mit welchen Politikern oder Wirtschaftschefs in welchen Organisationen gemeinsam involviert waren – wo sie also abseits ihrer journalistischen Kerntätigkeiten vertraulichen Umgang miteinander haben konnten. Bei Journalisten, die sehr auffällige Netzwerke in bestimmten elitären Milieus aufwiesen, habe ich dann deren Berichterstattung untersucht. 2. Wie macht sich der Einfluss der Eliten auf die Journalisten in ihrer Berichterstattung bemerkbar? Bei...

02.12.2013

Die Angst vor dem großen Zeitungssterben

Vom Erzähljournalismus als Rettungsanker der deutschen Zeitungsbranche

Die Angst vor dem großen Zeitungssterben

Von Karina Selin | Wichtige Informationen zum Weltgeschehen und die allerneuesten Nachrichten erfährt man aus der Zeitung, täglich frisch oder wöchentlich mit Tiefe – so ist das längst nicht mehr und der Anteil der Online-User, die sich stattdessen im Netz zu brandaktuellen Themen informieren, wächst stetig. Dr. Tobias Eberwein, seit diesem Jahr Vertretungs-Professor und zuvor Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Journalistik an der TU Dortmund sowie am Erich-Brost-Institut, hat sich in seiner jüngst erschienenen Dissertation Literarischer Journalismus. Theorie – Traditionen – Gegenwart mit dem Stilmittel Erzähljournalismus beschäftigt und wie dieser zu einem Rettungsanker für die deutsche...

26.11.2013

Serien sind das neue Fernsehen

Serien sind das neue Fernsehen

Von Vera Belowski | Das Fernsehen verliert Zuschauer, die ins Internet und zu innovativen Serien aus den USA abwandern. Deutsche Soaps können amerikanischen Produktionen weder inhaltlich noch optisch ansatzweise das Wasser reichen – und lernen auch nichts daraus. Mit dem Aufkommen der Daily Soaps im deutschen Vorabend-Fernsehen der 1990er-Jahre gab es für Serien feste tägliche Termine, zu denen sich die Fans vor dem Fernseher versammelten. Jeder Sender hatte gleich mehrere Soaps, die teilweise über Jahrzehnte liefen und lange Zeit eine sichere Quote garantierten. Inzwischen sind viele Serien wie der Marienhof eingestellt worden und immer wieder gibt es auch bei Dauerbrennern wie Gute Zeiten, Schlechte...

21.11.2013

Die Qual der Wahl?

Die Qual der Wahl?

Von Sandra von Halem | Während der deutschen Medientage in München Mitte Oktober wurde heiß über die Zukunft der Printmedien vor allem der Tageszeitungen gestritten. Wo die einen vor allem die ständige Aktualität von Blogs, Internetzeitungen und anderem hochhalten, verwiesen die anderen auf die besseren Recherchemöglichkeiten und die Ausführlichkeit der Printmedien. Die Zeitungsmacher sollten besseren Journalismus machen, als es im Internet Gang und Gebe ist. “Wir müssen in den Ozean des Internets einen Leuchtturm der Orientierung setzen.”, so Dirk Ippen vom Münchner Merkur. Zwar sei durch das Internet zu aller Zeit und an allen Orten jeden Nachricht sofort abrufbar, Sprache und Inhalt gehen dabei...

18.10.2013

„Ich vertraue dir – du hast den Twitter-Account.“

Social Media in Verlagen

„Ich vertraue dir – du hast den Twitter-Account.“

Von Kristina Klecko | Im Rahmen der Frankfurter Buchmesse diskutierten am Mittwoch, den 9. Oktober 2013, bei der Veranstaltung Content Marketing, Big Data & Co. – Social Media in Verlagen Nina Reddemann (Carl Hanser Verlag), Richard Zinken (Spektrum der Wissenschaft), Ehrhardt F. Heinold (Heinold, Spiller & Partner), Stefan Krücken (Ankerherz) und Dirk von Gehlen (SZ) über die digitale Herausforderung. Social Media ist endgültig in Verlagen angekommen – kaum eine Buchpublikation ohne den dazugehörigen Eintrag auf der eigenen Website, einer Notiz auf Facebook oder bei Twitter. Viele Verlage haben ihr Marketing-Team bereits um eine Online-Abteilung erweitert, die auch soziale Netzwerke bedient, andere...

17.09.2011

Die Wucht der Emotionen

Interview mit Kai Diekmann

Von Herbert von Halem | Bild erzählt im Prinzip die gleichen Geschichten wie die Bibel, sagt Kai Diekmann. Der Chefredakteur des Blatts sprach mit Maria Ellebracht und Katrin Zeug über Meinungsmacht, Kampagnen und die Moral des Boulevardjournalismus. Herr Diekmann, wie fühlt man sich als mächtigster Journalist Deutschlands? Kai Diekmann: Von diesem Etikett halte ich gar nichts. Zwar hat Bild mit mehr als zwölf Millionen Lesern täglich die größte Reich­weite von allen Medien in Deutschland und damit eine gewisse Mein­ungs­­macht – aber das ist keine persönliche Macht des Chef­redakteurs. Was ist für Sie der Unterschied zwischen persönlicher Macht und Meinungsmacht? Macht heißt gestalten zu können....

Interview mit Patrick Rademacher
Interview mit Patrick Rademacher

Patrick Rademacher ist Autor des Buches “Politische Inhalte im Internet....