BlogVeranstaltungen (Page 2 von 5)

9. Juni 2017

Informationslücken und Medienhypes: Was Journalisten über ihre eigenen Fehler denken

Informationslücken und Medienhypes: Was Journalisten über ihre eigenen Fehler denken

Von Karina Selin | Hat Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble Putin wirklich mit Hitler verglichen oder wurde diese Schlagzeile womöglich durch die gezielte Kombination von zwei Aussagen konstruiert? Wurden die Ergebnisse des UNSCEAR-Reports von 2014, die eine Erhöhung gesundheitlicher Risiken aufgrund der Reaktor-Katastrophe in Fukushima nicht bestätigen, verschwiegen, weil deutsche Journalisten der Kernkraft tendenziell ablehnend gegenüber stehen? Und wieso erfährt man von einigen Geschehnissen nichts, während um andere ein regelrechter Medienrummel veranstaltet wird? Fast die Hälfte der Bevölkerung glaubt, dass die Medien über kontroverse Themen nicht objektiv und sachgerecht berichten, weil sie...

21. April 2017

Vom Kult zur Kunst

Vom Kult zur Kunst

Von Karina Selin | Mit Beginn des 19. Jahrhunderts setzt in den bildenden Künsten eine Aufbruchbewegung ein, die sich einige Jahrzehnte später zur Auffassung verfestigt, Kunst sei einer permanenten Welterfindung verpflichtet und müsse bedingungslos innovativ sein. Die Praktiken der Kunst werden konzeptuell, Künstler suchen und testen Entwürfe für neue Wirklichkeiten. Jeden Tag eine neue Sprache erfinden, eine neue Welt, ist das Motto spätestens seit Arthur Rimbaud. Am Beispiel afrikanischer Kunst zeigt Hans Ulrich Reck auf, wie von Stammeskulturen geschaffene Kunstwerke aus ihrer ursprünglichen Bedeutung als kultische Objekte herausgelöst  und in das Kunstsystem der Museen nach europäischem Vorbild eingegliedert...

8. März 2017

Piktogramme

Kommunikation ohne Worte

Piktogramme

Von Herbert von Halem | In welche Richtung öffnet sich die Tür? Wo befindet sich der Informationsschalter? Ohne Piktogramme, die uns Orientierung bieten, ist das heutige Leben nicht mehr vorstellbar. In einer Welt, in der selbst alltägliche Gebrauchsgegenstände schon längst nicht mehr aus sich selbst heraus verständlich sind, erleichtern und erklären uns die ›Verkehrszeichen der Globalisierung‹ simple Probleme ebenso wie komplizierte Prozesse des gesellschaftlichen Zusammenlebens. Dr. Alexander Christian erforscht die Gestaltung und Verwendung von Piktogrammen aus kommunikationswissenschaftlicher Sicht. In seinem Vortrag erläutert er seinem Publikum die Ursachen, die eine kontinuierliche Anpassung von Piktogrammen...

23. Januar 2017

Desinformationsökonomie: Aufklärung vs. Gefühle

Vortrag von Prof. Dr. Stephan Russ-Mohl bei den Kölner Mediengesprächen am 19. Januar 2017

Desinformationsökonomie: Aufklärung vs. Gefühle

Von Herbert von Halem | „Die kumulierende und grassierende Desinformation ist die Pest der digitalen Gesellschaft“ so der Medienwissenschaftler Stephan Russ-Mohl bei seinem Vortrag über die zunehmende Desinformation der Bevölkerung durch den Journalismus. Zu einem signifikanten Vertrauensverlust in die Medien führen die Verbreitung von Viertel- und Halbwahrheiten, Konspirationstheorien, Propaganda und, als Spitze des Eisbergs, Fake News. Die Gründe dafür liegen im wachsenden PR-Sektor und den zunehmend in Abhängigkeit geratenden, schrumpfenden Redaktionen, der mangelnden Zahlungsbereitschaft der Leser für journalistische Inhalte sowie Informationsquellen wie PR, Spin Doctors, Trolle, Social Bots und Citizen...

9. Januar 2017

Interessiert sich noch jemand für Europa?

Rückblick auf den Vortrag von Dr. Christian Schwarzenegger

Interessiert sich noch jemand für Europa?

Von Redaktion | Wie der Betrunkene, der im Lichtkegel der Straßenlaterne nach dem an anderer Stelle in der Dunkelheit verloren gegangenen Schlüssel sucht, ist auch die Analyse der europäischen Öffentlichkeit geneigt, nur an bereits ausgeleuchteten Orten stattzufinden. Aufbauend auf Olivier Baisnées aufbereiteten Vergleich, untersucht Dr. Christian Schwarzenegger in seiner Dissertation Transnationale Lebenswelten: Europa als Kommunikationsraum die EU aus einer neuen Perspektive – der des Bürgers. Auch bei seinem Vortrag im Herbert von Halem Verlag, am 30. November 2016 im Rahmen der Kölner Mediengespräche, gelang es dem Kommunikationswissenschaftler anhand von Erfahrungen aus seiner eigenen Lebenswelt,...

13. Dezember 2016

Das Ende der Aufklärung

Auf dem Weg zur ›desinformierten Gesellschaft‹?

Das Ende der Aufklärung

Von Karina Selin | Viele Medienmacher haben beharrlich ignoriert, was Forscher seit Jahren feststellen: den schleichenden Verfall des Vertrauens in die Medien. Doch seit Pegida-Trupps auf der Straße »Lügenpresse« skandieren, ist der Glaubwürdigkeitsverlust des Journalismus offensichtlich. Indes verbreiten nur wenige Redaktionen absichtlich Falschinformationen. Es hat andere Gründe, weshalb wir, wie Angela Merkel konstatierte, in »postfaktischen« Zeiten angelangt zu sein scheinen. Prof. Stephan Russ-Mohl wird in seinem Vortrag herausarbeiten, warum es sich für bestimmte Akteure lohnt, vor allem über soziale Netzwerke Falschinformationen, Konspirationstheorien und anderen ›Bullshit‹ zu verbreiten....

11. November 2016

Europa als Kommunikationsraum

Kölner Mediengespräche

Europa als Kommunikationsraum

Von Karina Selin | Das Europa der EU gilt oft als eines, das mit „dem wirklichen Leben der Menschen“ nichts zu tun hat. Auch die Kommunikationswissenschaft betrachtet Europa meist aus der Vogelperspektive, während der kommunikative Alltag von Menschen kaum in den Fokus gerät. Welche Rolle aber spielen solche Identifikationsangebote wie „Region“ oder „Nation“ und wie verhalten sich diese zu Europa, wo Menschen in hochgradig mobilen und vernetzten Gesellschaften leben und somit an die Massenkommunikationsbestände der Welt Anschluss finden können? Welche Folgen hat es für die Ausbildung von kollektiver Zugehörigkeit und die Formierung von (transnationaler) Öffentlichkeit, wenn Grenzverläufe...

5. Oktober 2016

Über Tagungen, Körperbilder, Kritik und … Medien

Unsere Bücher auf Reisen

Über Tagungen, Körperbilder, Kritik und … Medien

Von Redaktion | Eröffnungsfeier der Tagung „Körperbilder“ mit Prof. Dr. Irene Neverla Einige unserer Werke sind in der vergangenen Woche gleich in zwei Orten Deutschlands ausgestellt worden: In Hamburg hielten die Fachgruppen Visuelle Kommunikation und Medien, Öffentlichkeit und Geschlecht der DGPuK (Deutsche Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft e.v.) gemeinsam vom 28. bis zum 30. September ihre Jahrestagung zu dem Thema „Körperbilder – Körperpraktiken“ ab. Die TeilnehmerInnen setzten sich mit dem Diskurs um Körperlichkeit zwischen visueller Repräsentation und medialer Selbstdarstellung auseinander. Unsere ausgestellten Bände, unter anderem zu dem Bereich Visuelle...

30. September 2016

Motor / Reise – Mobilitätsjournalismus heute

Diskussionsrunde über die journalistischen Felder >MotorReise< auf der Frankfurter Buchmesse!

Von Herbert von Halem | >Reise< und >Motor< sind sicherlich zwei der emotionalsten journalistischen Ressorts, denn sie handeln von Themen, die für die Leser und Zuschauer stark mit Wünschen, Träumen und Projektionen aufgeladen sind. Entsprechend sind diese Ressorts aber auch selbst anfällig für Projektionen, zum Beispiel aus der Tourismus- und Auto-Industrie. Ethische Fragestellungen sind darum in diesen Spielarten des Journalismus besonders zentral. Gleichzeitig verändert sich die Welt der Mobilität in überaus starkem Maße, und darum sind auch die betreffenden journalistischen Ressorts über den durch die Digitalisierung geprägten Medienwandel hinaus in einem starken Transformationsprozess: In...

Frankfurter Buchmesse 2016

Sie finden uns in Halle 3.1, Stand G38

Frankfurter Buchmesse 2016

Von Herbert von Halem | Der Herbert von Halem Verlag hat auf der Frankfurter Buchmesse neueste Erkenntnisse und spannende Projekte zu den Themen Journalistik, Medien- und Kommunikationswissenschaft vorzustellen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch! Die Wahl unserer Worte bewirkt viel mehr als nur den Transport von Informationen. So wie der Ton die Musik macht, ruft unsere Ausdrucksweise kognitive Deutungsrahmen hervor, in der Wissenschaft Frames genannt. Sie werden über Sprache in unseren Gehirnen aktiviert und bestimmen, wie wir Fakten wahrnehmen. Darüber, wie in der Politik Sprache unser Denken und Handeln bestimmt hat die Hamburger Kognitionsforscherin Elisabeth Wehling, die an der University of Berkeley lehrt, ein...