Klaus Sachs-Hombach / Rainer Totzke (Hrsg.)

Bilder – Sehen – Denken

Zum Verhältnis von begrifflich-philosophischen und empirisch-psychologischen Ansätzen in der bildwissenschaftlichen Forschung

Bilder sind auf einzigartige Weise mit dem Sehsinn verknüpft und zeichnen sich dadurch als eine eigenständige Gattung von Kommunikationsmedien aus. Sie „kommunizieren“ visuelle Informationen, die vom Bildbetrachter interpretiert werden müssen und setzen deshalb die entsprechenden kognitiven Kompetenzen beim Betrachter voraus. Dieser Befund gilt nicht nur für Bilder, die Kunstwerke sind, sondern auch für Bildmedien in den Wissenschaften sowie für Bilder der populären Massenkultur – angefangen von Fotos aus der politischen Berichterstattung, über Werbeannoncen bis hin zu bewegten Bildern in Form von Musikvideos und Computerspielen. Es gibt entsprechend gute Gründe dafür, Bildwahrnehmung und Bildverarbeitung auf Seiten des Betrachters (endlich) genauso ernst zu nehmen – und sie entsprechend genauso differenziert zu erforschen – wie die Bildproduktion, oder die Bildherkunft und Bildentstehungsgeschichte.

Der vorliegende Sammelband umfasst Beiträge, die einerseits aktuelle empirische Forschungen zu zentralen Fragen der Bildpsychologie, etwa nach dem Verhältnis von Bildwahrnehmung und Gegenstandswahrnehmung, von Emotion und Bildrezeption oder von Bildrezeption und Aufmerksamkeit vorstellen und die sich andererseits reflexiv auf diese empirisch-bildpsychologischen Untersuchungen beziehen, um dadurch die methodologischen Grundlagen einer betrachterorientierten Bildwissenschaft als transdisziplinärem Projekt herauszuarbeiten.

AUTOREN / HERAUSGEBER

Klaus Sachs-Hombach

Klaus Sachs-Hombach, geb. 1957, studierte Philosophie, Psychologie und Germanistik an der Universität Münster. 1990 schloss er seine Promotion an der Universität Münster ab, 2003 die Habilitation an der Universität Magdeburg. Von 1991 bis 1993 erfolgte ein Forschungsaufenthalt in Oxford und am MIT in Cambridge, MA. Seit 2011 ist er Professor für Medienwissenschaft (Medieninnovation/Medienwandel) am Institut für Medienwissenschaft der Universität Tübingen. Forschungsschwerpunkte: Bildtheorie, Kommunikationstheorie, Medientheorie, Zeichentheorie, Ästhetik, Kulturtheorie, Geschichte und Theorie der Psychologie und Kognitionswissenschaft. Aktuelle Publikationen: Das Bild als ...


Rainer Totzke

Rainer Totzke, studierte Journalistik und Kulturwissenschaften an der Universität Leipzig und promovierte 2002 an der Universität Leipzig im Bereich Philosophie. Nach Lehraufträgen an den Instituten für Philosophie und für Kulturwissenschaft der Universität Leipzig war er von 2007 bis 2008 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachbereich Philosophie der Technischen Universität Chemnitz. Seit 2008 arbeitet er als PostDoc-Stipendat am DFG-Graduiertenkolleg Schriftbildlichkeit der Freien Universität Berlin. Wissenschaftliche Arbeitsgebiete sind Medienphilosophie, Kulturphilosophie und Philosophie-Vermittlung. Publikation: Buchstaben-Folgen. Schriftlichkeit, Wissenschaft und Heideggers Kritik an der Wissenschaftsideologie, 2004. ...


BEITRÄGER

Christina Baadte, Steffen-Peter Ballstaedt, Katharina Diergarten, Ferdinand Fellmann, Charles Forceville, Rainer Höger, Jana Holsanova, Hans Dieter Huber, Sermin Ildirar, Oliver Jehle, Hermann Kalkofen, Bernd Körber, Zsuzsanna Kondor, John Kulvicki, Helmut Leder, Andreas Müller, Gerhild Nieding, Kristóf Nyiri, Renate Rasch, Klaus Sachs-Hombach, Jörg R.J. Schirra, Dagmar Schmauks, Wolfgang Schnotz, Eva Schürmann, Stephan Schwan, Philipp Stoellger, Micha Strack, Christina Suetterlin, Rainer Totzke

Bilder – Sehen – Denken
  • 2011
  • 456 S., dt./engl.
  • Broschur, 213 x 142 mm
  • ISBN 978-3-86962-006-0

  • 30,00 EUR
  • lieferbar

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