Bernhard Pörksen als Gastreferent auf Ringvorlesung an der MHMK München, 26. Juni 2012


Von Karina Selin am 4. Juni 2012

Bernhard Pörksen als Gastreferent auf Ringvorlesung an der MHMK München, 26. Juni 2012

Am 26.06. findet die dritte Veranstaltung im Rahmen der MHMK Ringvorlesung „Journalism Relations – Neue Spannungsfelder zwischen Journalismus und PR“ am Campus München statt. Gastreferent Bernhard Pörksen, Professor für Medienwissenschaft an der Universität Tübingen, stellt sein aktuelles Buch „Der entfesselte Skandal – Das Ende der Kontrolle im digitalen Zeitalter“ vor und steht bei einer anschließenden Diskussion Rede und Antwort.

Die Affären um Wikileaks, zu Guttenberg oder Wulff haben eindrucksvoll gezeigt: Niemand ist heute sicher vor blitzschneller Enthüllung. In Zeiten des Social Web und der digitalen Überall-Medien stellt der Skandal ein allgegenwärtiges Dauerrisiko dar – für jeden einzelnen von uns: „Die Reputation von Mächtigen und Ohnmächtigen, von Unternehmen und Staaten lässt sich in Rekordzeit zerstören“, so die Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen und Hanne Detel in ihrem Gemeinschaftswerk „Der entfesselte Skandal“. Zudem behaupten die Autoren, dass wir den zeitgenössischen Medien und Technologien nicht gewachsen sind, weil wir uns nicht vorstellen können, was wir mit ihnen auslösen. Der kategorische Imperativ der neuen Zeit lautet daher: „Handle stets so, dass Dir die öffentlichen Effekte Deines Handelns langfristig vertretbar erscheinen. Aber rechne damit, dass dies nichts nützt.“ Haben wir tatsächlich die Kontrolle verloren? Sind wir alle potentielle Opfer von Verleumdung und Verfolgung? Sind wir Reputationsattacken durch Cyber-Mobs im World Wide Web schutzlos ausgeliefert? Reißen Shitstorms uns alle in den Abgrund? Oder kein Grund zur Panik? Die MHMK München lädt ein zu einer fesselnden Diskussion mit Professor Dr. Pörksen von der Universität Tübingen.

26. Juni 2012 | 18.00 Uhr

«Der entfesselte Skandal: Das Ende der Kontrolle im digitalen Zeitalter» – Buchvorstellung