Gerd Hallenberger / Jörg-Uwe Nieland (Hrsg.)

Neue Kritik der Medienkritik

Werkanalyse, Nutzerservice, Sales Promotion oder Kulturkritik?

Die wachsende Bedeutung der Medien und ihrer Angebote in unserer Gesellschaft ist unbestritten. Die kritische Beobachtung der Medienlandschaft müsste deshalb ein zentrales Anliegen sein. Das Gegenteil ist aber der Fall: Die traditionellen Formen der Medienkritik haben dramatisch an Bedeutung verloren, neue Formen ambitionierter Kritik sind allenfalls in Ansätzen erkennbar. Stattdessen tritt immer häufiger Produkt-PR an die Stelle kritischer Überlegungen zum Medienangebot.

Diese Entwicklung zwingt zum Nachdenken über grundsätzliche Fragen. Unter welchen Bedingungen findet Medienkritik heute (noch) statt? Wie kann Medienkritik damit umgehen, dass ihr Gegenstand in zunehmendem Maße nicht Einzelangebote sind, sondern Bausteine komplexer Produktverbünde, Elemente medienübergreifender Vermarktungsstrategien? Was bedeutet es für die Medienkritik, unter den Bedingungen der Mediengesellschaft immer auch Gesellschaftskritik zu sein?

Prominente Autoren aus Medienwissenschaft, Medienaufsicht und Medienkritik legen hier grundlegende Analysen und Erfahrungsberichte vor und entwickeln Perspektiven: Michael Beuthner, Ben Bolz, Bernd Gäbler, Joachim von Gottberg, Hardy Gundlach, Peter Christian Hall, Knut Hickethier, Uwe Kammann, Klaus Kamps, Harald Keller, Marcus S. Kleiner, Klaus Kreimeier, Dietrich Leder, Volker Lilienthal, Reinhard Lüke, Bernd Merz, Wolfgang Mühl-Benninghaus, Dieter Prokop, Konrad Scherfer, Siegfried J. Schmidt, Stephan Alexander Weichert

AUTOREN / HERAUSGEBER

Gerd Hallenberger

Gerd Hallenberger, geb. 1953 in Düsseldorf, Dr. phil. habil., freiberuflicher Medienwissenschaftler. Promotion im Fach Europäische Ethnologie, Habilitation im Fach Medienwissenschaften. Arbeitsschwerpunkte: Theorie und Geschichte der Fernsehunterhaltung, allgemeine Medienentwicklung und Populärkultur. Lehrtätigkeit unter anderem an den Universitäten Marburg, Siegen, Leipzig, Paderborn, Hildesheim und der Hamburg Media School. Ab 1991 gelegentliche Beratertätigkeit für verschiedene Fernsehsendungen und Fernsehsender (u.a. ProSieben und WDR). Von 1996-2004 Leiter des deutschen Zweigs des Forschungsprojekts „Eurofiction“. Seit dem Jahr 2000 regelmäßig Mitglied von ...


Jörg-Uwe Nieland

Jörg-Uwe Nieland, Dr. phil., geb. 1965; wiss. Mitarbeiter an der Universität Duisburg-Essen am Institut für Politikwissenschaft und der „Forschungsgruppe Regieren“ sowie an der Deutschen Sporthochschule Köln, Institut für Kommunikations- und Medienforschung. Schwerpunkte in Lehre und Forschung: Politischer Kommunikation und Regierungstätigkeit, Extremismusforschung, Medienpolitik und Medienentwicklung, Sportkommunikation und Sportpolitik sowie Populärkultur; Studium der Sozialwissenschaften/Politikwissenschaft, Philosophie, Geschichte und Sport in Duisburg, Bochum und Berlin; Lehrtätigkeiten an den Universitäten Düsseldorf, Dortmund, Siegen, Bochum, Münster, Bonn. Veröffentlichungen (Auswahl): Interaktives Fernsehen. Entwicklung, Dimensionen, Fragen, Thesen (mit ...


BEITRÄGER

Gerd Hallenberger, Jörg-Uwe Nieland, Klaus Kamps, Wolfgang Mühl-Benninghaus, Siegfried J. Schmidt, Michael Beuthner, Stephan A. Weichert, Knut Hickethier, Marcus S. Kleiner, Dietrich Leder, Dieter Prokop, Ben Bolz, Bernd Gäbler, Joachim von Gottberg, Hardy Gundlach, Peter Christian Hall, Uwe Kammann, Harald Keller, Klaus Kreimeier, Volker Lilienthal, Bernd Merz, Konrad Scherfer

Neue Kritik der Medienkritik
  • 2005
  • 408 S., 6 Abb., - Tab., dt.
  • Broschur, 190 x 120 mm
  • ISBN 978-3-931606-86-2

  • 24,00 EUR
  • lieferbar

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